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Flüchtlingsarbeit

1. Zielgruppe und die Notwendigkeit dieser
Unsere Zielgruppe sind junge Flüchtlingsfrauen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. Die niederschwellige Hilfe richtet sich an Flüchtlingsfrauen und Mädchen, welche von Obdachlosigkeit bedroht oder betroffen sind.
Für diese Zielgruppe ist es notwendig etwas zu tun, da die drohende oder vorhandene Obdachlosigkeit zu vielen Schwierigkeiten wie zum Beispiel der Beantragung für staatliche Leistungen (keine vorhandene Meldeadresse), den Erwerb der deutschen Sprache und der Stärkung der eigenen Persönlichkeit führt. Um diesem entgegenzuwirken bieten wir eine Wohnunterkunft und verschiedene Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen an.

Unsere Zielgruppe ist wie folgt spezifiziert und die damit verbundene Hilfe richtet sich an:

•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen aus verschiedenen Krisengebieten
•    Schwangere Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen, welche Mutter sind. Wir nehmen auch die Kinder auf.  
•    Traumatisierte Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen (Traumata durch physische, psychische und sexuelle Gewalt, Fluchterlebnisse etc. )
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen die in einer städtischen Unterkunft nicht weiterhin untergebracht werden können
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen welche von Obdachlosigkeit bedroht sind
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen welche von Obdachlosigkeit betroffen sind
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen die einen hohen Hilfebedarf haben
•    Flüchtlingsfrauen und Flüchtlingsmädchen die Beratung und Begleitung wünschen


2. Warum werden wir junge Flüchtlingsfrauen aufnehmen?
Der aktuelle Gesellschaftliche Wandel der dazu führt, dass Flüchtlinge aus ihrem Herkunftsland nach Deutschland fliehen und hier Unterstützung suchen und dringend brauchen hat dazu geführt, uns weiterzuentwickeln und jungen Flüchtlingsfrauen zu helfen. Eine wichtige Voraussetzung für uns war, dass wir eine menschenwürdige Unterkunft bieten können. Durch unser bereits bestehendes Wohnhaus erfüllen wir dies. Flüchtlinge aus Krisengebieten sind auf Grund ihrer Erfahrungen häufig traumatisiert. Hier können wir durch unsere Vernetzung und kurzen Wege schnelle Unterstützung leisten. Die Netzgruppe Kleve e.V. stand und steht immer dafür Menschen, welche sich in Not befinden zu unterstützen.


3. Der Empowermentgedanke in unserer Arbeit
Der Empowermentgedanke in unserer Arbeit besteht darin, dass wir die jungen Frauen zu Selbstbefähigung und zur Stärkung von Autonomie und Eigenmacht führen möchten (Herriger, 2006, S.1). Wir legen unser Vertrauen in die Fähigkeiten jeder einzelnen jungen Flüchtlingsfrau und fördern sie in ihrem personalem Wachstum (Herriger, 2006, S.2). Grundlage unserer Arbeit ist die Gleichberechtigen zwischen unserem Team und den jungen Frauen (Herriger, 2006, S.3).  Wir Handeln somit auf Augenhöhe.
Wir sind der Meinung, dass wir die jungen Flüchtlingsfrauen begleiten, sie aber selbstbestimmt ihren Weg gehen sollen.


4. Integration
Die Integration von Flüchtlingsfrauen ist für uns von zentraler Bedeutung. Den ersten Integrationskontakt gibt es durch die Aufnahme in die Netzgruppe und das Zusammenleben mit den Mitbewohnerinnen. Auch bei ihnen ist es so, dass manche aus unterschiedlichen Ländern kommen. Durch die verschiedenen Herkunftsländer und Kulturen können wir jede Bewohnerin für diese sensibilisieren und ein buntes Zusammenleben ermöglichen.
Die Netzgruppe Kleve e.V. liegt in einer zentralen Lage. Ämter, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten und die Innenstadt liegen in unmittelbarer Nähe. Weitere Integrationsschnittstellen werden im Verlauf der Arbeit beispielsweise an der Teilnahme Gruppenpädagogischer Angebote geboten.
Aber auch durch unsere gute Vernetzung beispielsweise mit Trägern der berufsorientierten Maßnahmen können wir eine Integration anbieten. Zudem findet eine Integration in Bezug auf die deutsche Sprache statt, da die jungen Flüchtlingsfrauen diese in der Netzgruppe, sowie durch Deutschkurse erlernen können.
Wir sehen die jungen Flüchtlingsfrauen als eine Bereicherung für unsere Bewohnerinnen und für uns an. In der alltäglichen Arbeit wird die Integration durch die Gruppenangebote sichtbar. Alle arbeiten zusammen, jeder bringt seine Stärken und Fähigkeiten ein, um gemeinsam etwas zu schaffen.
Wir sind bunt. Egal welche Hautfarbe, egal welche Kultur – für uns ist jede Bewohnerin einmalig, bereichernd und gehört dazu.


5. Vernetzung
Häufig wissen die Flüchtlingsfrauen und Mädchen nicht, an wen sie sich für die unterschiedlichen Hilfen wenden können, durch unsere gute Vernetzung mit beispielsweise dem Opferschutz, dem Weißen Ring, der Rheinischen Klinik in Bedburg - Hau und Dolmetschern haben wir viele Ansprechpartner vor Ort.


6. Unterstützung bei der Aufarbeitung traumatischer Erfahrungen
Gerade bei der Aufarbeitung der traumatischen Erlebnisse nehmen wir uns viel Zeit für die jungen Flüchtlingsfrauen. Wir geben ihnen Raum ihre Erlebnisse anzusprechen, unterstützen sie in der Bewältigung dieser Erlebnisse und gehen dabei ganz individuell auf sie ein.


7. Angebote für die Flüchtlingsfrauen

•    „Deutsch lernen“ u.a. durch gemeinsame, selbstgestaltete Spiele (Memory)
•    Begleitung zum Flüchtlingscafé
•    Integration
•    Der gemeinsame Einkauf von Umstandskleidung, Babykleidung, Babyerstausstattung, Lebensmittel
•    Gemeinsame Orientierung in der neuen Umgebung/Umwelt


8. Zukunft
Wir möchten durch unsere oben genannten Ziele erreichen, dass wir eine menschenwürdige Unterkunft für junge Flüchtlingsfrauen bieten können. Für die Zukunft wünschen wir uns, dass wir unsere Arbeit in die Gesellschaft etablieren können und weiterhin eine Anlaufstelle für junge Flüchtlingsfrauen darstellen werden.